IP-Schutzklasse

Die IP-Schutzklasse (IP = Internal Protection) ist eine Klassifizierung, die die Widerstandsfähigkeit eines elektronischen Gerätes gegenüber äußeren Einflüssen angibt.

Die erste Ziffer gibt an, wie resistent das Gerät gegen das Eindringen von Fremdkörpern ist.

  • Ziffer 1: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 50 mm.
  • Ziffer 2: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 12,5 mm.
  • Ziffer 3: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 2,5 mm.
  • Ziffer 4: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 1,0 mm.
  • Ziffer 5: Geschützt gegen Staub in schädigender Menge.
  • Ziffer 6: Staubdicht.

Die zweite Ziffer gibt an, wie resistent das Gerät gegen Wasser ist.

  • Ziffer 1: Schutz gegen Tropfwasser.
  • Ziffer 2: Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist.
  • Ziffer 3: Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte.
  • Ziffer 4: Schutz gegen allseitiges Spritzwasser.
  • Ziffer 5: Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel.
  • Ziffer 6: Schutz gegen starkes Strahlwasser.
  • Ziffer 7: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen. (mindestens 30 Minuten in einem Meter Tiefe)
  • Ziffer 8: Schutz gegen dauerndes Untertauchen.
  • Ziffer 9: Geschützt vor eindringendem Wasser aus jeder Richtung auch bei stark erhöhtem Druck gegen das Gehäuse. (Hochdruck-/Dampfstrahlreiniger, 80-100 bar)

Die Wasserresistenz ist allerdings nur für Süßwasser definiert. Wer seine Kamera Salzwasser aussetzt kann sich nicht vollkommen auf die IP-Schutzklasse verlassen, denn das Salz kann die Kontakte korrodieren lassen und somit das Gerät beschädigen.
Wer eine 360 Grad Kamera oft im Ausseineinsatz hat, der sollte auf die IP68-Klasse setzen. Viele Hersteller haben ihre Kameras entspechend dieser Klasse
gebaut, beispielsweise die Samsung Gear 360.

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