Panono im Test

Das Berliner Startup Panono um Gründer Jonas Pfeil hat es geschafft, über eine Crowdfunding-Kampagne eine eigene Vollsphären-Kamera zu realisieren. Was als Idee für ein Diplomprojekt begann ist nun die am höchsten auflösende Kamera dieses Marktsegments.

Hardware – solides Teil

Die Panono verfügt über 36 Linsen und erfasst Panoramafotos mit einer Auflösung von 108 Megapixeln

Die Panono verfügt über 36 Linsen und erfasst Panoramafotos mit einer Auflösung von 108 Megapixeln

Der Kamera-Ball ist etwa so groß wie eine Orange und aus Kunststoff gefertigt.
Laut Hersteller ist die Panono sehr stabil und soll Stürze aus bis zu 5 Metern Höhe überstehen.
Sie verfügt über einen internen Speicher von 16 GB. Damit lassen sich etwa 600 Aufnahmen speichern.
Unter einer grünen Kappe sitzt ein USB-Anschluss sowie ein Stativgewinde.

Bildqualität – Ein-hundert-acht Megapixel!

Nicht weniger als 36 Kameras sorgen bei der Ball-Kamera von Panono für die Erfassung des Motivs. Die hohe Anzahl der Kameras mach es möglich, dass jede nur für einen Aufnahmewinkel von 10 Grad zuständig ist. Bei anderen Kameras können es schon mal über 200 Grad sein, was im Nachhinein zu verzerrten oder unterbelichteten Aufnahmen führen kann.
Nicht so bei der Panono. Aus den Daten der 36 Kameras resultiert ein hochauflösendes Bild mit einer Gesamtgröße von 108 Megapixeln.
Somit sind auf den Bildern Details gut erkennbar und man kann auch weit in die Aufnahmen hineinzogen ohne dass es pixelig wird.

PANONO 360 Camera (Steckplatz für Speicherkarten)
4 Bewertungen

Gut zu sehen ist die Detailtreue an diesem 360 Grad Bild, aufgenommen am lebhaften Times Square:

(Quelle: Panono)

Für Videoaufnahmen ist die Panono nicht gedacht. Als die Planung der Kamera und die Finanzierung über Crowdfunding anliefen, war die jetzige Popularität von 360 Grad Videos noch nicht abzusehen. Eventuell wird diese Funktion mit späteren Versionen der Kamera noch implementiert.

Bedienung – ready to fly

Die Bedienung der Panono ist eine Sache für sich, denn eigentlich braucht man gar keinen Auslöse-Button. Um ein Bild aufzunehmen, wirft man sie einfach senkrecht in die Luft. Ein Beschleunigungssensor erkennt den Zeitpunkt, an dem die Kamera den höchsten Punkt erreicht hat und löst die Kameras aus – und schon ist das Bild im Kasten!
Alternativ kann man auch die Panono per App auslösen, den auf der Kamera befindlichen Button drücken oder aber mit dem „Panono Stick“ fotografieren.

(Quelle: Panono)

Software – nichts für Ungeduldige

Die Bilder werden per WiFi auf das Smartphone übertragen. Hier kann man auf der für iOS und Android erhältlichen App bereits eine Vorschau der aufgenommenen Bilder ansehen. Das Stiching, also die finale Berechnung der Bildes, erfolgt in der Cloud und benötigt pro Bild etwa fünf bis zehn Minuten. Das Ergebnis überzeugt, es lassen sich so gut wie keine Stiching-Fehler erkennen. Einzig bei Objekten, die sich sehr nah an der Kamera befinden, kann es zu unsauberen Bildrändern kommen. Aber das ist bei jeder 360 Grad Kamera der Fall.

Fazit – Panono

Die Panono bietet sehr viel Raum für Kreativität, denn die Interaktion mit der Vollsphären-Kamera ist so außergewöhnlich, dass sich hier viele Möglichkeiten ergeben, spannende Fotos aufzunehmen. Die Bildqualität ist derzeit ganz klar außer Konkurrenz, doch leider fehlt eine Videofunktion.
Über die Herstellerseite ist die Panono für 1.499,00€ erhältlich. Dabei handelt es sich um eine limitierte Erstauflage. Nach deren Verkauf soll es eine deutlich günstigere Version für etwa 600,00€ geben. Einen festen Zeitplan gibt es dafür allerdings noch nicht.

Panono

Panono
8.375

Bildqualität

10/10

    Ausstattung

    8/10

      Handhabung

      9/10

        Preis / Leistung

        7/10

          Vorteile

          • Einfache Bedienung
          • Beeindruckende Bildqualität
          • Gutes Stitching der Bilder

          Nachteile

          • Keine Videofunktion
          • Aktuell noch etwas teuer

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